1800 - 1918

Besonders attraktiv wirkte die Universität Heidelberg auf jüdische Studenten aus Russland, die in ihrer Heimat restriktiven Zulassungsbeschränkungen unterworfen waren. Seit den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Kaiserreichs gab es eine große Gruppe von russischen - überwiegend jüdischen - Studenten in Heidelberg, die eine "Kolonie" mit eigenen kulturellen Einrichtungen, z. B. einer Lesehalle, bildeten. Obwohl der studentische Antisemitismus zunahm und sich insbesondere gegen die russisch-jüdischen Kommilitonen richtete, stieg die Zahl der Studenten aus Russland an. Ein Teil von ihnen begründete die nationaljüdische Bewegung, die in Heidelberg auch von deutschen jüdischen Studenten unterstützt wurde. Durch ihr politisches Engagement übernahmen ehemalige Heidelberger Studenten eine wichtige Funktion bei der Verwirklichung der zionistischen Idee.

Exponat 56Fotografie Leib Jaffe
Exponat 57Studienzeugnis
Exponat 58Fotografie Felix Rosenblüth
Exponat 59Handschriftlicher Lebenslauf
Exponat 60Zulassung zur Promotion
Exponat 61Fotografie Nahum Goldmann
Exponat 62Anmeldung zur Immatrikulation