 | 1919 - 1933 |  | | |
Emil Lederer: geboren 1882 in Pilsen, 1912 Habilitation in Heidelberg
("Die Privatangestellten in der modernen Wirtschaftsentwicklung"), 1918- 1931
Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Universität
Heidelberg, 1923-1931 zusammen mit Alfred Weber Direktor des Instituts für
Sozial- und Staatswissenschaften. Lederer war der wichtigste Vertreter eines
interdisziplinarischen Ansatzes in den Heidelberger Sozialwissenschaften,
indem er Ökonomie und Soziologie miteinander verband. Sein
gesellschaftspolitisches Engagement als demokratischer Sozialist spiegelt sich
in seinen Forschungsschwerpunkten Wirtschaftstheorie und
Klassenstrukturanalyse wider.
1931 übernahm Lederer den Lehrstuhl für Staatswissenschaften an der
Universität Berlin. 1933 Emigration nach New York, wo er Professor an der
Graduate Faculty of Political and Social Science der New York School for
Social Research wurde. Er starb 1939 in New York.