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 | 1945 - ... |  | | |
Die Wiedergutmachung für entlassene Hochschullehrer begann in den fünfziger
Jahren und zog sich lange hin. Den Betroffenen wurde oft erst nach eigener
Initiative und längerem Verfahren eine Entschädigung oder die
Wiedereinstellung gewährt. Verantwortlich dafür waren die staatlichen Gesetze,
die eine schnelle und unbürokratische Rehabilitierung verhinderten. Während
einige ehemalige Professoren aus Verbundenheit mit ihrer früheren
Wirkungsstätte in wissenschaftlichen Austausch mit Heidelberg traten, zu
Gastvorlesungen kamen oder sogar ganz nach Deutschland zurückkehrten, lehnten
andere weitergehende Verbindungen zur Universität Heidelberg ab. Zu ihnen
gehörte der Romanist Leonardo Olschki. Er betrieb seit 1952 ein
Wiedergutmachungsverfahren in Deutschland, das im Jahr darauf Erfolg
hatte. Abgesehen von diesen Kontakten wollte er keine Beziehungen zur
Universität. Er veröffentlichte auch nichts mehr in deutscher Sprache.
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