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 | 1945 - ... |  | | |
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James Franck (geboren 1882, gestorben 1964, 1902-1903 Studium der
Naturwissenschaften in Heidelberg, 1920-1933 Professor für Experimentalphysik
in Göttingen, 1925 Nobelpreis für Physik, 1938-1947 Professor an der
Universität Chicago) erhielt im August 1947 einen Ruf an die Universität
Heidelberg. In seiner Antwort an Ministerialrat Thoma begründet Franck seine
Ablehnung des Rufs: " (...) Ein zweiter, mehr persönlicher Grund muß
erwähnt werden, der mir die Annahme einer Professur in Deutschland nicht
möglich macht. Die Mehrzahl der Deutschen hat, wie ich zu wissen glaube, den
Mord an den Juden und anderen Rassen, die die Nazis als minderwertig
bezeichneten, abgelehnt (...) . Ein anderer ansehnlicher Prozentsatz der
Bevölkerung hat aber diesen Verbrechen gleichgültig gegenübergestanden. Mit
diesem letzteren Teil will ich keine Berührung haben. Ich kann mir keine
ersprießliche Lehrtätigkeit denken, bei der ich mich zu fragen hätte, ob der
Eine oder Andere, mit dem ich amtlich oder menschlich zu tun haben würde,
nicht diesem Teil der Bevölkerung angehört hat und ihm vielleicht im Herzen
noch angehört. Mit diesen Elementen muß der wertvolle Teil der Deutschen
selber fertig werden; als ein Mann, der sein Judentum nicht zu vergessen
wünscht, kann ich dabei keine helfende Hand reichen. (...).
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