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Das deutsche Verhältnis zu Israel ist schuldbelastet. Sechs Millionen Juden
wurden in Deutschland und Europa während der Herrschaft der Nationalsozialisten
ermordet. Nach ihrer Gründung im Jahr 1949 hat sich die Bundesrepublik zur
moralischen Verantwortung der Deutschen gegenüber dem Staat Israel und dem
jüdischen Volk bekannt. Am 10. September 1952 unterzeichneten Konrad Adenauer
und Moshe Sharett den Staatsvertrag über die "Wiedergutmachung". Diese
Anerkennung jüdischer Ansprüche ebnete den Weg zum Aufbau bilateraler
Beziehungen. 1960 fand das erste Treffen der beiden Regierungschefs,
Konrad Adenauer und David ben Gurion, in New York statt; 1965 erfolgte
die gegenseitige diplomatische Anerkennung. 1970 besuchte mit Abba Eban
erstmals ein israelischer Außenminister die Bundesrepublik; seitdem gibt
es regelmäßige Kontakte auf Regierungsebene.
Wissenschaftliche Kontakte nach Israel seit 1957
Die "Architekten" der Kooperation